Die von Tiziana Bonomo kuratierte Turiner Ausstellung präsentiert sechzig Fotografien von Tiziana und Gianni Baldizzone. Sie illustrieren die Wissensvermittlung und die Meister-Schüler-Beziehung in verschiedenen Ländern und Disziplinen und verdeutlichen so die Universalität dieser Praktiken. Die Fotografien zeigen Männer und Frauen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen beim Weitergeben von Wissen: Färber aus Mali und Keramiker aus Sèvres, italienische Geigenbauer und Schweizer Uhrmacher, Vergolder aus Frankreich und Blattgoldschläger aus Myanmar, Theaterschauspieler, Kunsthandwerker und Therapeuten.
Die fotografische Recherche, die sich über sieben Jahre Reisen durch Europa, Asien und Afrika erstreckt, hat zum Ziel, durch Fotografien menschliche Beziehungen, das Zusammenleben und den Dialog zwischen Meister und Schüler einzufangen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Sie zeigt die Verbindungen auf, die durch den Akt der Wissensvermittlung entstehen: generationenübergreifend, interkulturell und interprofessionell. Die Ausstellung präsentiert eine Erzählung, die sich von der Begegnung mit dem Material über die Suche des Meisters bis hin zur Trennung entfaltet, wenn der Wissenstransfer abgeschlossen ist. In diesem Prozess verschmelzen Tradition und Innovationsgeist und tragen so zum Erhalt eines Erbes kultureller Vielfalt bei. Die Ausstellung ist um drei Momente herum strukturiert, die die verschiedenen Phasen der Wissensvermittlung ideal veranschaulichen: „BEGEGNUNGEN“: die Entdeckung eines Themas, die Leidenschaft und der Funke für eine Kunst oder ein Handwerk; die Begegnung zwischen Meister und Schüler, ihre Bindung und ihre Beziehung. „VERMEHRUNG“: die verschiedenen Wege der Wissensaneignung und gleichzeitig die Verinnerlichung eines Themas, einer anderen Kultur. „LERNEN“: die Praktiken, das Wissen und die menschlichen Werte, durch die man ein Handwerk oder einen Beruf erlernt; Hilfsmittel, Gesten, Anleitung durch Worte, Beispiele, Beobachtung und Nachahmung.
Vom 30. Oktober 2019 bis zum 30. August 2020; verlängert bis zum 6. Januar 2021
Metaphorik
aus der Ausstellung
Presse